Die Vinzentinerinnen

Im Jahr 1896, nach 17 Jahren Arbeit mit weltlichen Kräften, bittet van Gils die barmherzigen Schwestern des Ordens der Vinzentinerinnen, wieder die Betreuung zu übernehmen. Auch wenn van Gils bald danach als Pfarrer nach Köln-Lindenthal wechselt, bleibt er der Einrichtung als Asylvater verbunden. Auf dem Klostergelände leben im Jahre 1904 fast 150 Kinder.

"Die Wohltätigkeit seiner Familie und seiner Kölner Mitbürger", so berichtet die Chronik, ermöglichen von Gils 1914 zum Ende "seines besonders reichen Wirkungsfeldes" die Gründung einer Stiftung. Damit steht nun sein Lebenswerk auf einem wirtschaftlich stabilen Fundament.

Er stirbt 1916; seine Funktion übernimmt Domkapitular Andreas Gehlen. 1933, mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, ist die weitere Arbeit der Schwestern vorerst beendet. Alle Kinder und Jugendlichen werden in staatliche Heime übernommen, da „die Lage des Hauses für Kinder nicht geeignet“ sei. Es bleiben nur wenige Kinder in privaten Pflegeverhältnissen. Aber bereits 1940 muss das Kinderheim St. Gereon Kinder des völlig überfüllten städtischen Waisenhauses übernehmen.

Zum Jahresbeginn 1945 fliehen die Schwestern mit 37 Kindern aus Köln und finden in Isny im Allgäu einen sicheren Aufenthalt. Von dort kehren sie 1946 in das Rheinland zurück und beziehen ein früheres Konvikt in Neunkirchen bei Siegburg. Durch die Zeitumstände bedingt ist die Zahl eltern- und heimatloser Kinder groß: So betreuen die Schwestern 1947 bereits 100 Kinder, um 1950 etwa 200.


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